Mit den Suchoperatoren site: und inurl: bekommt man nur Ergebnisse der genannten Seite angezeigt. Gerade bei Seiten, die keine eigene oder eine schlechte eigene Suche bereitstellen, ist Google hier eine echte Alternative – vorausgesetzt Google indiziert die Seite auch ausreichend.

Man kann die Site-Search auch benutzen um Nutzer oder Gruppen in Sozialen Netzwerken zu finden. Hier nur mal ein paar Beispiele:
Öffentliche Telegramgruppen findet man über >>inurl:t.me/joinchat Suchbegriff<<
Telegram Nutzer: >>site:t.me Suchbegriff<<
Linkedin Nutzer: >>inurl:linkedin.com/in Suchbegriff<<
Facebook Nutzer: >>site:facebook.com Suchbegriff<<
Instagram Nutzer: >>site:instagram.com Suchbegriff<<
Snapchat Nutzer: >>inurl:snapchat.com/add Suchbegriff<<
Blogspot Blogs: >>site:*.blogspot.com Suchbegriff<<
Wenn man die Struktur kennt unter der die Nutzer und Gruppen eines Sozialen Netzwerkes veröffentlicht werden, kann man diese einfach in der Site-Search zum Auffinden verwenden.
Der Suchoperator site: wird dann verwendet, wenn man lediglich die Domain wie z.B: facebook.com in seiner Suche verwendet. Werden jedoch auch Verzeichnisse auf dem Webserver in die Suche eingebezogen, verwendet man inurl wie bei snapchat.com/add. Wobei Google in seinen Developer Notes schreibt dass auch Suchen wie >>site:https://snapchat.com/add<< funktionieren.
Will man mehrere Seiten gleichzeitig durchsuchen, muss man für jede einzelne Suche den site: oder inurl: Operator mitgeben. Eine Suche nach Accounts auf Xing und Linkedin sähe dann so aus: >>inurl:linkedin.com/in OR site:xing.com Suchbegriff<<. Anstelle des OR kann man auch den Pipe verwenden (Größer als und Alt Gr gleichzeitig drücken): >>inurl:linkedin.com | site:xing.com Suchbegriff<<.
Wer mathematisch geprägt ist, will hier sofort Klammern setzen, um Google zu erklären, wie sich diese Und und Oder Verknüpfung nun ausgestaltet. Google ignoriert diese Klammern aber, weil Google der Meinung ist das besser zu können, als der Nutzer.
Inurl: kann man jedoch auch ohne Domain verwenden, so dass nur ein bestimmter Schlüsselbegriff in der URL vorkommen muss: >>inurl:add<<. In dieser Suche können also beliebiger Webseiten gefunden werden, Hauptsache das Word add ist in der URL zu finden.
Man kann daher obige Suche auch so schreiben: >>site:snapchat.com inurl:add Suchbegriff<<
Natürlich kann man mit einem vorangestelltem Minus auch Domains und URLs ausschließen. Eine derartige Suche sähe dann so aus >>-site:bashinho.blogspot.com<< oder >>-inurl:add<<.
Google warnt leider in seinen Developer Notes, dass site: nicht unbedingt alle URLs zurückliefert, die unter dem in der Abfrage angegebenen Präfix indexiert wurden. Des weiteren gäbe es kein Ranking für diese Abfragen. Die kürzeste URL würde oben erscheinen, der Rest der Ergebnisse sei relativ zufällig.
Wichtig ist auch, dass die Suchoperatoren so verwendet werden, wie Google sie vorgesehen hat. Das bedeutet dass site: und inurl: komplett klein geschrieben werden und ein Doppelpunkt folgt. Dagegen wird OR groß geschrieben.
Sollte Google mal seine Developer Notes ändern oder löschen, sind sie in dieser Version auch bei Archive.is und Archive.org zu finden.