Geolocation von einem Seebild mit Hilfe von Bildersuchmaschinen

Bei diesem Bild habe ich auch erwartet, dass es mit Bildersuchmaschinen eher schwierig wird, den konkreten See zu finden. Also habe ich mal wieder Yandex, Bing und Google Lens genutzt um zu sehen, wie gut sie ähnliche Bilder finden können.

In der Bildanalyse sieht man zwei Stege, links eine kleine Hütte, diverse Bäume und einen Hügel im Hintergrund. Natürlich kann man jetzt versuchen Pflanzen und Bäume zu bestimmen, denn daraus kann sich zumindest schon mal eine Region abzeichnen. Aber wie eingangs gesagt, das Ziel dieser Übung war ja die Bildersuchmaschinen zu testen.

Los geht es mit Yandex:

Und Yandex findet zuverlässig Bilder von Seen. Das war es dann aber auch schon, keiner der Top-Treffer war der gesuchte See. Ggf lassen sich in den Untiefen der weiteren Bilder doch noch der See identifizieren – das möchte ich nicht ausschließen.

Als nächstes ist Bing an der Reihe:

Auch Bing findet viele Bilder von Seen. Schön ist, dass man zu dem Bild auch kleine Bildunterschriften erhält. Bei Yandex muß man hierfür mit der Maus über das Bild fahren, um sie zu sehen. Aber auch bei Bing wird der gesuchte See in den Top-Ergebnissen nicht dargestellt.

Bleibt also noch Google Lens:

Und so leid es mir für die Mittbewerber tut, Lens findet zwei Treffer vom Espelsee, der sich am Hegau-Campingplatz befindet.

Wenn ich nicht schön wüsste, dass dies der richtige Ort ist, würde ich natürlich weitere Verifikationen mit Fotos von dem Campingplatz, Satellitenaufnahmen und Streetviewdiensten machen.

Auch wenn hier Google Lens die Nase vorne hat, ist es gut, dass noch weitere sehr gute Bildersuchmaschinen wie Yandex und Bing zur Verfügung stehen, denn nur weil Google Lens diesmal die Nase vorne hat, ist das ja kein Beleg, dass dies immer so sein muß. Von daher empfehle ich auch weiterhin alle Drei zu verwenden.